In der Arbeit mit Privatpersonen unterstütze ich heute besonders Frauen mit Leidenschaft dabei, die eigene, innere Stärke zu fühlen und im Außen zu leben. Klare Entscheidungen zu treffen, sich abzugrenzen und für sich und die eigenen Bedürfnisse einzustehen. Die eigenen Werte zu kennen und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Ein gesundes Selbstwertgefühl zu entwickeln. Kurzum, aus vollem Herzen zu leben.

Heute kann ich sagen:

Ich bin genug! Ich weiß genau, wozu ich ja oder nein sage. Ich setze Grenzen. Ich mag mich und meinen Körper. Ich bin klar in meiner Kommunikation und meinen Entscheidungen. Ich bin erfolgreich in dem was ich tue. Manchmal bin ich ein bisschen verrückt und tanze aus der Reihe. Und das ist gut so.

Das war jedoch nicht immer so. Meine Reise zu mir selbst begann (bewusst) vor ungefähr 12 Jahren – ausgelöst durch, wie soll es anders sein, eine persönliche Krisensituation.

Ein Rückblick:

Nichts ist ermüdender als etwas darzustellen, was wir gar nicht sind.

Ich trug eine Maske. Ich kontrollierte mich. Ich habe mich angepasst und mich so verhalten, wie ich dachte, dass andere es von mir erwarten.

Ich habe mich viele Jahre lang unzulänglich gefühlt. Das Gefühl des „nicht (gut) genug seins“ hatte mich fest im Griff.

Mit meinem Selbstwert war es damals nicht weit her. Ich lief als junge erwachsene Frau mit all diesen einschränkenden Glaubenssätzen über mich und die Welt durch das Leben, die ich bereits in meiner Kindheit „abbekommen“ hatte, durch die ich geprägt wurde von meiner Ursprungsfamilie. Doch diese Muster waren mir nicht bewusst. Ich merkte nur immer stärker, dass ich unzufrieden war mit mir und meinem Leben und mich in meiner Haut nicht wohlfühlte. Es war, als verkleidete ich mich jeden Tag aufs Neue, um etwas darzustellen, was ich gar nicht war. Aber wer war ich? Oder was wollte ich im Leben? Was waren meine Talente und Fähigkeiten? Ich war eine lange Zeit total ahnungslos.

Und dabei sah doch nach außen hin alles super aus. Ein „sicherer“ Job in einem internationalen Umfeld und später sogarFührungsverantwortung in einer Branche, in dem es nur wenige Frauen in Führungspositionen gab. Meine Leistungen waren top. Ein gutes Einkommen, Abendstudium in BWL, eine hübsche Wohnung in Köln und eine Hand voll enge Freunde.

Je mehr ich mich im Job angestrengt habe, desto unzufriedener wurde ich. Ich fühlte mich leer. Mein Umfeld? Hat davon so gut wie nichts mitbekommen. Ich habe ja funktioniert. Meine Antreiber „Sei perfekt“ und „Du musst stark sein“ haben ganze Arbeit geleistet. Nach außen hin wirkte ich selbstbewusst und souverän.

Doch ich war gefangen im Hamsterrad:

Leistung zählt. Überstunden gehören zum guten Ton. Du musst einen gut bezahlten und sicheren Job haben. Karriere machen. Führungsverantwortung haben. Dich anpassen. Funktionieren.

Und zudem steht es außer Frage, dass man als Frau bitte schön schlank, gutaussehend und schlau zu sein hat (aber nicht zu schlau, ja?!). In Lohn und Brot steht, die Mutterrolle perfekt ausfüllt (wie, Du willst keine Kinder?!), sich fügt und das brave Mädchen mimt.

Was mir unfassbar viel Spaß machte in meinem Job war das Entwickeln meiner Mitarbeiter. Wenn es um die Menschen und ihre Potenziale ging und nicht um Zahlen, Daten, Fakten, dann hatte ich Freude. Und so keimte langsam aber sicher der Wunsch in mir, mich beruflich neu zu erfinden. Doch ich blieb zunächst und machte weiter, denn ich hatte Angst vor der Veränderung.

Es kam, wie es kommen musste. Mein Körper hat Alarm geschlagen. Ich fühlte mich unglücklich im Job und in meinen Beziehungen und war immer häufiger krank. Dann zog ich eines Tages die Reißleine. Ich entschied, einen harten Cut zu machen und der Veränderung ins Auge zu blicken.

Ich wollte mit Menschen arbeiten. Ihnen helfen, sich zu entwickeln und ihre Potenziale zu erkennen und zu leben.

Ich wusste, dass das nicht nur bedeutete, Ausbildungen in dem Bereich zu machen, sondern zuerst einmal bei mir anzufangen und die Reise zu mir selbst anzutreten. Denn mir war klar, dass meine eigenen Erfahrungen und Erfolge in meiner persönlichen Entwicklung der Schlüssel waren, um anderen Menschen zukünftig helfen zu können.

Ich trennte mich von meinem alten Job und ich habe mich von vielen Menschen in meinem privaten Umfeld getrennt, weil ich erkannt habe, dass viele meiner Beziehungen nur Energieräuber waren und keinesfalls unterstützend und echt waren. Ich arbeitete an und mit meinen Glaubenssätzen. Ich machte mir bewusst, was es in mir dachte und was ich fühlte und ich lernte unterschiedlichste Wege, mein Denken und Handeln zu steuern. Das Werkzeug Coaching und Wingwave und die Arbeit damit hat mir ermöglicht, mein Leben zu verändern. Ich konnte meine Ängste loslassen. Einige begleiten mich auch heute noch. Jedoch weiß ich heute, wie ich mit diesen Gefühlen umgehen kann und dass es mich jedes Mal stärker macht, wenn ich sie akzeptiere und zulasse. Ich heiße meine Verletzlichkeit willkommen.

Seither hat sich mein Leben von Grund auf verändert. Beruflich wie privat. Und heute kann ich sagen – Ich habe meine Aufgabe gefunden und ich bin glücklich damit. Ich helfe Menschen und Unternehmen dabei, ein neues Selbstbild und eine neue Führungs- und Beziehungskultur zu entwickeln. Diese Aufgabe erfülle ich aus vollem Herzen. Ich liebe es, mein Wissen und meine Erfahrungen weiterzugeben und einen Beitrag zu leisten.

Mit meiner Geschichte möchte ich aufzeigen, dass Persönlichkeitsentwicklung einerseits ein Prozess ist, der genügend Zeit braucht und andererseits, dass es sich lohnt dranzubleiben und für die eigenen Wünsche und Ziele einzustehen. Denn wir alle haben ein Recht darauf, ein glückliches und zufriedenes Leben zu führen.

Was möchtest Du in Deinem Leben verändern?