Egal ob beim Sport, beim Abnehmen, bei der Steuer, oder bei ungeliebten Aufgaben, „dranzubleiben“ fällt uns häufig unheimlich schwer. Obwohl uns das Ziel, das mit den Aktivitäten verbunden ist, meistens (ist es wirklich DEIN Ziel?) wichtig ist. Beim Abnehmen geht es uns vielleicht darum, wieder in die Lieblingsjeans von vor 10 Jahren reinzupassen. Bei der Steuer darum, endlich die ersehnte Rückzahlung zu erhalten, um etwas Schönes mit dem Geld zu machen.

Und dann kommt er auf einmal um die Ecke. Wer?! Na, der innere Schweinehund. Und er sabotiert uns oft mit Erfolg. Wir greifen dann doch zur Chipstüte oder zur Schokolade, obwohl wir das ja partout nicht wollen. Oder wir schieben das Belege sammeln für die Steuer nach hinten, weil es uns lästig ist.

Warum ist das so? Ich habe bei mir beobachtet, dass ich früher häufig den Fokus auf das gelenkt habe, was ich nicht mehr tun DARF. Also eben keine Chips mehr essen, keine Schoki, keine Pasta etc. Meine Gedanken waren die meiste Zeit damit beschäftigt, mir meinen Mangel vor Augen zu führen. Alles, was ich NICHT mehr DARF oder SOLLTE rückte in den Vordergrund. Eine wirklich quälende Variante des Denkens. Sobald ich das begriffen hatte und meine Aufmerksamkeit umgelenkt habe, auf alles was ich darf, worauf ich noch Lust habe, fiel es mir schon wesentlich leichter, dranzubleiben. Zudem fiel mir auf, dass ich häufig in dem Zusammenhang das Wort „Disziplin“ benutzte. Abzunehmen erfordert Disziplin, Sport zu treiben erfordert Disziplin usw. Dieses Wort ist bei mir total negativ besetzt. Zu Disziplin fallen mir weitere Wörter ein wie LEISTUNG – FUNKTIONIEREN – MÜSSEN.

Mein Alternativwort um erfolgreich „dranzubleiben“ ist „Beständigkeit“. Das finde ich viel angenehmer, eingängiger und liebevoller als Disziplin. Ich bin beständig in dem was ich tue. Ich erreiche meine Ziele indem ich beständig am Ball bleibe. Ich lenke meinen Fokus immer wieder auf das Ziel hinter dem Ziel. Denn das ist meine Motivation (und wenn ich keine Motivation spüre, dann ist das Ziel nicht sexy!). Ich bin nachsichtig mit mir. Wenn ich mal zur Chipstüte greife, um bei dem Beispiel zu bleiben, dann ist das halt so. Dann ist das auch OK. Ich mache einfach am nächsten Tag weiter mit meiner Beständigkeit.

Ich mache einfach weiter.

Einfach.

Machen.

Ich erlaube mir, nicht perfekt sein zu müssen!

Ich erlaube mir, nachsichtig mit mir zu sein!

Und ich erlaube mir, auf mich selbst und meine Bedürfnisse zu hören!

Und übe mich so weiterhin im Dranbleiben!

Das hat in der Regel zwei Effekte:

  1. Ich erreiche meine Ziele
  2. Ich bestätige mich dadurch positiv und mein Selbstwertgefühl wächst

Klingt das sexy in euren Ohren? 😉

Was tust Du, um dranzubleiben und Deine Ziele zu erreichen? Kommentiere gerne hier, ich bin gespannt auf Deine Strategien.

Von Herzen! Sina