Ich kann sagen:

„Ich muss mich beeilen und meinen Kaffee runterkippen. Denn ich muss heute unbedingt noch die Präsentation für morgen fertig bekommen.“

Oder ich kann es so formulieren:

„Ich nehme mir jetzt 5 Minuten Zeit, um in Ruhe meinen Kaffee zu trinken. Danach konzentriere ich mich auf die Präsentation für morgen und stelle sie fertig.“

Wenn wir uns diese beiden Sätze durchlesen, verursachen sie bei den meisten von uns deutliche Reaktionen. Der zweite Satz klingt viel angenehmer und stressfreier. Und dabei bleibt die zu erledigende Handlung die gleiche. In beiden Fällen ist das Ziel, die Präsentation fertigzustellen.

Wie häufig benutzen wir im Zwiegespräch mit uns selbst oder auch in ganz alltäglichen Konversationen mit anderen das kleine Wörtchen „Muss“?! Die Art und Weise, wie wir Sprache verwenden, macht etwas mit uns. Sie kann uns positiv beeinflussen, oder wie im Falle des Wortes „Muss“, einen inneren Druck aufbauen und somit Stress in uns verursachen. Das geschieht meistens automatisch und ganz unbewusst.

Durch die Wahl Deiner Sprache kannst Du Deine Wahrnehmung und Deine Einstellung zu Dingen, Situationen und Personen beeinflussen. Positiv wie negativ. Und damit auch Dein Stressniveau beeinflussen.

Achte doch mal darauf diese Woche, wie häufig Du das Wort „Muss“ verwendest. Und wenn Du willst, dann streiche es nur für diese Woche aus Deinem Sprachgebrauch und spüre einmal nach, was das für eine Wirkung auf Dich und Dein Umfeld hat.

Schreib‘ mir gerne in die Kommentare, wie es gelaufen ist und wie Du mit dem Wörtchen MUSS umgehst.